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Junge Union Hof-Land

Oktober 2019

Junge Union startet mit eigener
Liste für den Kreistag

Die Junge Union gibt bekannt, dass sie im kommenden Kreistagswahlkampf mitmischen wird – und zwar mit einer eigenen Liste, die 60 jungen Kandidaten und Kandidatinnen umfasst. Das gab es zuvor im Landkreis Hof noch nicht.

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Das aktuelle Durchschnittsalter des Hofer Kreistags liegt bei knapp 60 Jahren. Viel zu hoch für die Aufgaben der Zukunft, wenn man die Junge Union fragt. „Uns ist unheimlich wichtig, dass wir es schaffen, Zukunftsthemen wie die Digitalisierung zum Vorteil unseres Landkreises zu nutzen,“ so der Kreisvorsitzende Alexander Zink, „Das schafft man aber nur, wenn genügend junge Leute im Kreistag sitzen, die sich selbst tagtäglich mit den Möglichkeiten der neuen Technik und neuer Programme auseinandersetzen und die zeitgleich gut vernetzt sind.“ Zink (27) kommt aus Münchberg, kandidierte 2017 für den deutschen Bundestag und wurde kürzlich als Deutschlandrat in ein bundesweites Gremium der JU gewählt. Der Polizist wird die Liste der Jungen Union anführen.

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Auf Platz 2 kandidiert Vanessa Wagner. Als Mitarbeiterin im neu geschaffenen Digitalen Gründerzentrum und als jüngste Stadträtin in Rehau verkörpert auch sie den Drang der JU, die Chancen der Zukunft bestmöglich zu nutzen. „Die Digitalisierung kann zum großen Gewinnerthema für unsere Heimat werden. Ob im Bereich der Vermarktung unserer zahlreichen Standortvorteile oder in dem wir anfangen unsere Herausforderungen mit kreativen Lösungen neu zu denken.“ Eines der besten Beispiele für Wagner ist hierfür der neu geschaffene Hofer Landbus.

Auch Mario Schuld aus Weissdorf setzt sich für das Thema Digitalisierung ein. Als Verantwortlicher des JU-Projekts „Franken.Freifunk“ stellte er in den letzten Jahren zahlreiche WLAN Hotspots in Hochfranken auf. „Weit über 300 Hotspots gehen inzwischen auf die Kappe der JU,“ freut sich Schuld, der auf der Liste auf Platz 6 zu finden sein wird.

Dass es sich lohnt, alte Strukturen neu zu denken zeigt auch das Projekt „Nightliner“. Maximilian Stöckl aus Bad Steben kandidiert auf der JU Liste auf Platz 3 und plant seit 2015 die Routen des Nightliners im Landkreis Hof. Ein Projekt, dass die JU mit großem Erfolg durchsetzen konnte. „Nach dem Schulbusverkehr ist der Nightliner der Bus mit der besten Auslastsungsquote!“, freut sich Stöckl. Die Individualisierung der Busrouten war dabei ausschlaggebend für den Erfolg des Projekts und Vorbild für neue Pilotprojekte wie bspw. den bereits zuvor erwähnten „Hofer Landbus“.

Markus Jahn aus Naila findet sich auf Platz 4. Als Kassier der Jungen Union und Mitglied der Landjugend ist ihm das Ehrenamt sehr wichtig. Gerade wenn es um Feste der Landjugend, Feuerwehr oder anderer Vereine geht, stören ihn die zunehmenden bürokratischen Hürden. Diese Erfahrung machte die JU kürzlich auch selbst, als sie in Stammbach „DAS FEST“ organisierte und setzt sich nun für Abhilfe ein: „Wir wollen, dass neue Vorgaben transpartenter gestaltet werden und die Ehrenamtlichen enger mit den Verantwortlichen im Landratsamt verbunden sind,“ erklärt Jahn. Der kürzere Draht ins LRA soll dazu führen, dass neue Vorschriften bei den Verantwortlichen bereits vor der Planung von Festen bekannt werden und dadurch weniger Probleme entstehen. Landrat Bär sicherte hier seine Unterstützung zu und schlug bereits das erste Quartal 2020 als Termin für einen ersten Austausch vor.

Über zu viel Bürokratie beklagt sich auch Anna Kolbe aus Regnitzlosau. Sie belegt Platz 5 des Listenvorschlags und ist eng mit dem Thema Landwirtschaft verbunden. Die 19-jährige kommt aus einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb und macht derzeit eine Ausbildung zur Landmaschinenmechatronikerin. Ihre Motivation für den Kreistag zu kandidieren begründet sie insbesondere aufgrund der steigenden Bürokratie in der Landwirtschaft. „Als Familienbetrieb wird es zunehmend schwer, sich zu halten. Ich möchte, dass wieder mehr an die Praxis gedacht wird.“ Neben Anna Kolbe kandidieren noch zahlreiche weitere Junglandwirte auf der JU Liste. Darunter Christian Barthold, Andreas Wolfrum, Katrin Ott, Christian Meister und Johannes Vogel. Den Junglandwirten ist es ein besonderes Anliegen, der Öffentlichkeit ihre Arbeit transparenter darzustellen und so mehr Akzeptanz für ihren Beruf zu erlangen.

„Wir sind überzeugt einen sehr guten Listenvorschlag aufgestellt zu haben,“ erklärt Alexander Zink. Maximilan Stöckl ergänzt: „Die Kandidatensuche gestaltete sich für uns sehr einfach. Die Junge Union war in den letzten Jahren sehr aktiv und engagiert für unsere Heimat. Das hat dazu geführt, dass wir nicht lange nach geeigneten Kandidaten suchen mussten, sondern viele darauf gedrängt haben, ebenfalls auf unserer Liste zu kandidieren,“ so Maximilan Stöckl. So kann die Junge Union von sich behaupten, eine volle Liste mit 60 Kandidaten aufzustellen.

Doch kommt auf die JU noch die ein oder andere Hürde zu, die noch bewältigt werden muss, bevor der Wahlvorschlag auch tatsächlich auf dem Wahlzettel zu finden sein wird. „Da wir nicht im Landtag vertreten sind und bis jetzt auch nicht als Fraktion im Kreistag, benötigen wir in den Rathäusern des Landkreises Hof ab Mitte Dezember noch 340 Unterschriften.“ erläutert Vanessa Wagner. „Wir sind aber bester Dinge, dass wir diese Hürden meistern werden.“

“Da wir nicht im Landtag vertreten sind und bis jetzt auch nicht als Fraktion im Kreistag, benötigen wir in den Rathäusern des Landkreises Hof ab Mitte Dezember noch 340 Unterschriften.”

Zink gibt am Ende weiter bekannt: „Die Junge Union wird ca. 10 weitere Kandidaten auf der Liste der CSU und drei Bürgermeisterkandidaten stellen. Wir werden außerdem für eine deutliche Verjüngung der Stadt- und Gemeinderäte werben. Denn nur so werden wir die vielen Möglichkeiten der Zukunft auch effektiv nutzen können. Für uns ist aber auch klar, dass keiner besser für den Posten des Landrates geeignet ist, als Dr. Oliver Bär. Wir wollen ihn aktiv in dem anstehenden Wahlkampf unterstützen!“

Kategorien: Allgemein

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